Lokomotive Bali ist inzwischen ein Zug mit immer mehr Anhängern.

Als die "revolutionäre Zelle" Lokomotive Bali im März zu einem Abend mit Kabarettist Claudio Zuccolini einlud und als Veranstaltungsort einen leeren Raum an der Herrengasse wählte, gab es mehr Fragen als Antworten. Als Lokomotivführer wirkte Frank Baumann. Für Lachen ein Neuzuzüger und für Kenner ein äusserst kreativer Kopf, für den die Beschreibungen Radio- und Fernsehmoderator, Fernsehproduzent, Werbefachmann und Bestsellerautor bei weitem nicht ausreichen."Bali als zweiter Teil des Projektnamens steht als Metapher für Ferien und die schönsten Sonnenuntergänge der Welt", gibt Frank Baumann Nachhilfeunterricht. Mit dem Ideenblitz, dass man bezüglich der Sonnenuntergänge durchaus von Lachen als dem Original sprechen könne.


Zur Kerngruppe - sie ist weder ein Verein noch anderweitig in herkömmlichem Sinn organisiert 
"Wir wollen Lachen beleben und in der Zeit der vielen Baustellen im Dorfkern Mut machen". Nebst dem Neuzuzüger mit kreativen Ideen ziehen eine gute handvoll Personen mit ihren Möglichkeiten wacker mit. HGV Lachen-Altendorf-Präsident Andy Grüter von der Gutenberg Druck AG engagiert sich mit der Produktion von Flyern und Tickets und organisiert die Künstlerverträge; Conny Rutishauser für die Sozialen Medien und das
Sponsoringkonzept; Bettina Römer und Dejan Savic vom "Marina" mit ihrer Gastronomiekompetenz; Barbara Fleischmann vom Wulleland als pragmatische Macherin sowie Thomas Züger von der OBT, der sich um die Sponsoren kümmert. Alle packen an und motivieren ihr Umfeld mitzutun. Alle übrigens freiwillig und unentgeltlich.

Damit etwas läuft

Bei aller Freude über die ersten Erfolge steht ein reales Anliegen hinter dem Projekt Lokomotive Bali. Nicht zum eigenen Spass, sondern damit etwas läuft in Lachen, das Ausstrahlung hat und Kreise zieht, ist die Gruppe aktiv geworden. "Wir wollen mit allen zusammen Eisenbahn fahren", erklärt Frank Baumann mit Schalk in den Augen.

Dazu kam schnell Urfreude und Goodwill von der Bevölkerung. Der Zug hat inzwischen prächtig Fahrt aufgenommen. Bisher waren leerstehende Lokale die Haltestellen der Lokomotive. Danach folgten Säle in Gastrobetrieben oder Firmenlokale die zu Haltestellen wurden. Sozusagen von den Vorortstationen mit 50 Plätzen zu den grossen Bahnhöfen ...


Das liebe Geld

Die bisherigen Anlässe von Lokomotive Bali waren geprägt von hervorragenden Künstlern und Persönlichkeiten aus den verschiedensten Sparten. Und es soll im gleichen Stil weitergehen. Die Ideen sprudeln, und Frank Baumann hat als Begründer und Macher des Arosa Humorfestivals auch die passenden Kontakte.

"Aus realen Gründen leben Künstler genauso von ihrer Tätigkeit wie andere Berufsleute auch, sind damit auf eine Gage und wir auf Geld angewiesen. Das ist aktuell unsere grösste Herausforderung", gesteht Frank Baumann. Ein paar Wagen hinter der Lokomotive wären herzlich willkommen. Doch jammern ist nicht sein Ding. "Mit Pit Marty hat Lokomotive Bali immerhin den wohl einzigen Gemeindepräsidenten in der Schweiz hinter sich, der eine revolutionäre Zelle unterstützt".

von Frieda Suter 

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info@lokomotive-bali.ch